
Der größte deutsche Rüstungskonzern und das Land Hessen investieren gemein-sam rund 270 Millionen Euro in das Rheinmetall-Werk in Kassel sowie den benach-barten Flughafen Kassel-Calden. https://www.rheinmetall.com/de/media/news-watch/news/2026/08/2026-08-27-rheinmetall-baut-neues-logistik-zentrum-am-kassel-airport-defence-hub-nordhessen
Ein entsprechendes Memorandum of Understanding wurde bereits durch Rhein-metall-Vorstandschef Armin Papperger und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) unterzeichnet. Daran nahm auch Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) teil.
Laut Unternehmensangaben wird Rheinmetall rund 260 Millionen Euro in den Standort investieren. Das Land Hessen unterstützt den Aufbau des „Defence Hub Nordhessen“ https://hessen.de/presse/dreistelliger-millionenbetrag-fuer-den-aufbau-des-defence-hub-nordhessen mit einem Betrag im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich aus Landesmitteln.
Der Investitionsschwerpunkt am Regionalflughafen Calden liegt auf dem Aufbau eines rund 30.000 Quadratmeter großen Logistikzentrums. Darüber hinaus ist ein integriertes Drohnen-Testzentrum nebst Trainingsareal geplant.
Die Inbetriebnahme ist auf Ende des Jahres 2027 terminiert. Ergänzend eröffnet die Technische Universität Darmstadt am Standort das Hessische Drohnen-kompetenzzentrum.
Am Kassel Airport https://www.kassel-airport.de entsteht das Hessische Drohnenkompetenzzentrum (HDKZ) https://drohnenkompetenzzentrum.org unter Leitung der Technischen Universität Darmstadt https://www.tu-darmstadt.de/universitaet/aktuelles_meldungen/einzelansicht_573056.de.jsp
Hessens Digitalministerin Professorin Kristina Sinemus https://www.linkedin.com/in/prof-dr-kristina-sinemus-7b2b39208 hat heute (5.8.) den Förderbescheid über acht Millionen Euro an die TU Darmstadt übergeben.
4,8 Millionen Euro stellt das Land Hessen aus dem Förderprogramm Distr@l https://digitales.hessen.de/foerderprogramme/distrl bereit, weitere 3,2 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) https://www.europarl.europa.eu/factsheets/de/sheet/95/europaischer-fonds-fur-regionale-entwicklung-efre-
Michèle Knodt, Direktorin des Hessischen Drohnenkompetenzzentrums (HDKZ) und Professorin für Politikwissenschaft an der Technische Universität Darmstadt.


Dafür investiert das Land Hessen acht Millionen Euro. Parallel fließen umfang-reiche Mittel in das bestehende Fahrzeugbauwerk im Kasseler Stadtgebiet. Dort läuft unter anderem der Radpanzer „Boxer“ vom Band. https://www.rheinmetall.com/de/produkte/gepanzerte-radfahrzeuge/boxer
Der Radpanzer Boxer
Das GTK Boxer System wird über die ARTEC GmbH https://www.rheinmetall.com/de/unternehmen/tochtergesellschaften/artec vertrieben, einem Joint Venture von Rheinmetall (64 %) und KNDS Deutschland (36 %), welches ebenfalls einen Standort in Kassel unterhält.
Dr. Alexander Abeler - Managing Director bei ARTEC GmbH https://www.linkedin.com/in/dr-alexander-abeler-5968a7169
Stefan Lischka - Geschäftsführer bei ARTEC GmbH https://www.linkedin.com/in/stefan-lischka-913b4082

Rheinmetall plant eine deutliche Erweiterung seiner Panzerproduktion in Kassel. Das berichtet das „Handelsblatt“. Der Rüstungskonzern rechne im Rahmen des „Arminius“ Projekts mit Bestellungen der Bundeswehr von insgesamt fast 40 Milliarden Euro. Zusätzliche Rahmenvereinbarungen im Volumen von 14 bis 26 Milliarden Euro seien möglich. Die Bundeswehr käme damit auf mehr als 5000 Boxer.

Flughafen GmbH Kassel; Fieseler-Storch-Straße 16; D-34379 Calden
Mit den Investitionen wachsen die Standorte auch personell an. In Calden rechnet Rheinmetall mit der Schaffung von mindestens 130, perspektivisch bis zu 200 Arbeitsplätzen. Im Stammwerk Kassel wiederum soll die Belegschaft von derzeit 2.200 auf rund 3.000 Mitarbeitende im Jahr 2029 anwachsen. Konzernchef Papperger stellte für den Rheinmetall-Standort Kassel in den kommenden ein-einhalb Jahren sogar eine Größenordnung von bis zu 3.500 Beschäftigten in Aussicht.
Ministerpräsident Rheiner achtet die Pläne als wichtigen Impuls für die Region. Seiner Ansicht nach werde der Verteidigungsstandort Nordhessen auf ein neues Level gehoben. Dem pflichtete Mansoori bei. Er verwies auf die ökonomische und sicherheitspolitische Notwendigkeit. Eine moderne Ausrüstung der Bundeswehr diene dem Schutz der Freiheit. Es sei eine Frage der Vernunft, die im Zuge der Zeitenwende aufgebrachten Milliarden im eigenen Land zu binden und heimische Wertschöpfungsketten zu stärken.
Die Verteidigungsindustrie ist für den Wirtschaftsstandort Kassel bedeutend. Die Wirtschaft der Region wird maßgeblich vom VW-Werk im angrenzenden Baunatal sowie von den Rüstungskonzernen KNDS und Rheinmetall geprägt. Beide betreiben Werke in der Stadt. Das größte deutsche Rüstungsunternehmen beschäftigt in der Region etwa 2.200 Mitarbeitende. Bei KNDS sind knapp 2.000 Personen beschäftigt. Seit der Freigabe des Sondervermögens der Bundeswehr haben beide Unternehmen ihre Belegschaften deutlich ausgebaut. Im VW-Werk Baunatal arbeiten rund 15.000 Menschen.
Adresse: Volkswagen AG; Werk Kassel; Volkswagenstraße 1; 34225 Baunatal