Der finnische Rüstungsprimus Patria https://www.patriagroup.com und der deutsch-französische Panzerbauer KNDS https://knds.com/de haben einen Wartungs- und Produktionsvertrag im Rahmen des Common Armoured Vehicles System(CAVS)-Programm abgeschlossen. https://esut.de/2026/08/meldungen/land/73630/knds-patria-cavs-6x6radpanzer
Diese Kooperation basiert auf den im Dezember 2025 unterzeichneten Beschaffungsverträgen mit der deutschen Bundeswehr und zielt darauf ab, die industrielle Fertigungskapazität für das Fahrzeug direkt in Deutschland aufzubauen.
Der Kontrakt regelt die Montage sowie die finale Endintegration des radge-triebenen Transportpanzers Patria 6×6. Das wird am KNDS-Standort Freisen im Saarland erfolgen. https://knds.com/en/subsidiaries/knds-deutschland-maintenance



Adresse: Industriegelände, 66629 Freisen, Deutschland

Der deutsch-finnischen Industriekooperation liegt ein Auftrag der Bundeswehr aus dem Jahr 2025 zugrunde. Zu diesem Zeitpunkt bestellte die Bundeswehr bis zu 876 6x6 für mehr als zwei Milliarden Euro. Konkret sind zehn Mannschafts-transportwagen, 170 Pioniergruppentransporter sowie 48 Panzeraufklärungs-gruppentransporter im Rahmen der ersten Tranche beauftragt. https://militarnyi.com/en/news/germany-s-knds-to-assemble-patria-amvs-for-the-bundeswehr Das ist der Truppe 959 Millionen Euro wert. https://www.patriagroup.com/newsroom/news/2025/patria-und-deutschland-unterzeichnen-zwei-serienvertrage-im-wert-von-uber-2-milliarden-euro-im-rahmen-des-cavs-programms

Darüber hinaus bestehen Optionen auf weitere 54 Pioniergruppentransporter und 14 Panzeraufklärungsgruppentransporter. Die zweite Tranche sieht 69 Fahrzeuge mit dem 120-mm-Turmmörser NEMO sowie 52 Feuerleitfahrzeuge für einen Wert von mehr als einer Milliarde Euro vor. Für weitere 61 NEMO-Träger und 398 Feuerleitfahrzeuge bestehen Optionen. Die Fahrzeuge sollen den Transportpanzer Fuchs ersetzen. https://www.produktion.de/ruestung-aerospace/cavsdeal-patria-liefert-876-panzer-an-bundeswehr/2580629
Mit der Partnerschaft zwischen KNDS und Patria stellte das Verteidigungsministerium (BMVg) https://www.bmvg.de/de sicher, dass auch die deutsche Wirtschaft von dem Großauftrag profitiert. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung soll – wie beim CAVS-Programm https://de.wikipedia.org/wiki/Patria_6%C3%976 üblich –auf deutschem Boden erfolgen.
Die Auslieferungen an die Bundeswehr beginnen Ende 2026 bzw. Anfang 2027. Zu Beginn allerdings noch mit rein finnischen 6x6. In Freisen wird lediglich die spezifische Bundeswehrausstattung eingerüstet. Ab Ende 2027 ändert sich der Modus Operandi: Es folgt die schrittweise Steigerung der lokalen Produktion im kleinsten deutschen Bundesland nach Fläche. Bisher betätigen sich die Mit-arbeitenden am KNDS-Standort Freisen vornehmlich mit Instandsetzung. Der neuen Rolle in der Produktion entsprechend plant der Panzerbauer Freisen wesentlich aufzustocken – personell wie technisch. https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/automobilkongress-ruestungsunternehmen-knds-freisen-sucht-mitarbeiter_aid-146849809
Die derzeitige Belegschaft von rund 700 Mitarbeitern soll um etwa 500 Fachkräfte anwachsen. Darüber hinaus ist die regionale Zulieferinfrastruktur eingebunden.
Partner: KNDS Speditionsauftrag DB Schenker https://auth.dbschenker.com
Thomas Fuchs, Geschäftsführer von FWM Fuchs Werkzeug- und Maschinenbau
aus Lebach. Seine Firma produziert schon seit über einem Jahrzehnt für
Rüstungsunternehmen wie KNDS, Rheinmetall und Diehl. https://fwm-lebach.de
Fuchs Werkzeug und Maschinenbau GmbH, Auf dem Graben 15, 66822 Lebach
„Die Umsätze, was Wehrtechnik angeht, haben sich die letzten Jahre mehrfach verdoppelt“, sagt Fuchs. Ursprünglich habe der Wehrtechnik-Umsatz lediglich zwei, drei Prozent ausgemacht. Dieses Jahr rechnet Fuchs mit einem Umsatzanteil von 70 bis 80 Prozent.
Dossier KDDS Deutschland Maintenance GmbH, Freisen


Volker Paulus verbindet eine politische Rolle in der CDU mit einer leitenden beruflichen Position beim Rüstungskonzern KNDS https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/ruestungsindustrie_automobilzulieferer_saarland_chance_100.html
Volker Paulus arbeitet in der Rüstungsindustrie und ist als Produktionsleiter bei KNDS Deutschland Maintenance tätig (vormals bekannt als DSL Defence Service Logistics GmbH in Freisen, Saarland)
Er verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Rüstungsbereich, unter anderem durch frühere Stationen bei Diehl Defence und den Industriewerken Saar.
Saarland soll attraktiver für die Rüstungsindustrie werden
Sowohl SPD als auch CDU sehen die Rüstungsindustrie als große Chance für
die Wirtschaft im Saarland – und haben deswegen entsprechende Anträge
in den Landtag eingebracht.

KNDS in Freisen auf Wachstumskurs
Wenig überraschend profitieren Rüstungsunternehmen von der steigenden Zahl kriegerischer Konflikte. Das spürt auch KNDS Maintenance in Freisen. Vor zehn Jahren arbeiteten dort rund 180 Menschen. Heute sind es bei Deutschlands größtem zivilen Instandsetzer 660. Der Gewinn stieg in dem Zeitraum von gerade einmal 60.000 Euro auf bis zu neun Millionen Euro.
Vom Fachkräftemangel ist hier aktuell nichts zu spüren. „Weil die Automobil-branche im Saarland gerade eine Durststrecke durchlebt, können wir uns vor Initiativbewerbungen gerade gar nicht retten“, erläutert Christoph Cords, der Sprecher der Geschäftsführung von KNDS Maintenance. Der Personalbedarf wird in den kommenden Jahren weiter steigen.