
Die deutschen Streitkräfte beauftragen das Düsseldorfer Rüstungsunternehmen Rheinmetall, weitere 56 schwere Sattelzugmaschinen (SaZgM) des Typs HX81 „Elefant2“ auszuliefern. https://www.rheinmetall.com/de/media/news-watch/news/2026/07/2026-07-27-rheinmetall-liefert-elefant-schwerlasttransporter-an-die-bundeswehr
Der Vertragswert beläuft sich dabei auf 60,5 Millionen Euro. Auslieferung 2026 und 2027
Zulaufen sollen die Systeme bereits in diesem und im kommenden Jahr. Der aktuellen Nachbestellung ging ein auf sieben Jahre angelegter Rahmenvertrag voraus. Bis zu 137 Fahrzeuge fixierten der deutsche Rüstungsprimus und die Bundeswehr in diesem Kontrakt. Der erste Abruf beschränkte sich allerdings noch auf 32 Sattelzugmaschinen.
Nachfolgende Tranchen mit einem Gesamtauftragswert von etwa 122 Millionen Euro brutto wurden bis Anfang 2025 vollständig ausgeliefert. Aufgrund des zu-nehmenden Transportbedarfs und der gestiegenen Anforderungen hat die Bundeswehr die Vereinbarung noch einmal um 56 zusätzliche Schwerlast-transporter erweitert.
Beim HX81 „Elefant 2“ handelt es sich um einen Allrad-Schwerlasttransporter, welcher den Transport von Zuglasten von bis zu 135 Tonnen ermöglicht. Für den entsprechenden Vortrieb sorgt ein Achtzylinder-Dieselmotor mit 680 PS (500 kW). Das erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 89km/h. Technisch weist der Elefant darüber hinaus einige Übereinstimmungen mit den kleineren Ungeschützten Transportfahrzeugen (UTF) auf. Konkret handelt es sich dabei um die Fahrerkabine.
Das technisch zulässige Zuggesamtgewicht liegt bei 135 Tonnen. Zur Fahrzeug-ausstattung gehört weiterhin eine Doppelwinden-Anlage der Firma Rotzler mit jeweils 20 Tonnen Zugkraft.
Ungeschützte Logistikfähigkeiten Laut Hersteller Rheinmetall ergänzt der Elefant 2 den geschützten Schwerlasttransporter Mammut. Beide Sattelzüge verlegen vor allem Panzer, die keine weiten Strecken über asphaltierte Straßen zurücklegen sollen. Aus Sicht des deutschen Rüstungsprimus gewinnt die Fähigkeit, schwere gepanzerte Fahrzeuge effizient zu transportieren, zunehmend an Bedeutung.
Ausschlaggebend dafür sei Deutschlands verteidigungspolitische Rolle als Drehscheibe der NATO. https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/verteidigung/aufgaben/deutschland-drehscheibe-der-nato
Bei einem militärischen Konflikt an der Ostflanke der NATO verlegen die Kräfte der Allianz durch die Bundesrepublik an ihre Einsatzorte. Deutschland muss dafür im Sinne des Host Nation Support die entsprechende Infrastruktur und Logistik-fähigkeiten vorhalten. https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/auftrag-und-aufgaben/host-nation-support
Die genaue Fähigkeitsplanung ist im geheimen Operationsplan Deutschland (OPLANDeutschland) festgelegt.


