Die Getriebe-Spezialisten der Renk https://www.renk.com/de Gruppe und der deutsche Rüstungsprimus Rheinmetall https://www.rheinmetall.com/de haben einen bestehenden Rahmenvertrag zur Ausstattung ungarischer Schützenpanzer des Typs Lynx erweitert. https://suv.report/renk-erweitert-rahmenvertrag-mit-rheinmetall-fuer-lynx-antriebe
Mit der Vertragsausweitung sichert sich das Düsseldorfer Rüstungsunternehmen hydrodynamischen Schalt-, Wende- und Lenk-getriebe des bewährten Typs HSWL 256C sowie die dazugehörigen Seitenvorgelege im Wert von 270 Millionen Euro.
Das HS-WL 256C überträgt Leistungen von bis zu 850 Kilowatt (kW) und wurde speziell für mittelschwere Kettenfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 50 Tonnen konzipiert. Die Leistung kann durch das vollautomatischen Sechsgang-Getriebe in jeweils sechs Vorwärts- und Rückwärtsgängen bereitgestellt werden. Das erlaubt dem Lynx, die Höchstgeschwindigkeit von bis zu 70 km/h im Vorwärts- wie im Rückwärtsgang zu erreichen. Diese Leistungsdaten konnten bereits an anderer Stelle überzeugen.
Der Schützenpanzer Puma der deutschen Bundeswehr sowie die Ajax-Fahrzeugfamilie der britischen Armee setzten auf HSWL 256C. Einsatzort Ungarn. Der Schützenpanzer Lynx kommt bei den ungarischen Streitkräften zum Einsatz. Als erster NATO-Staat beauftragten die Osteuropäer im Jahr 2020 218 Lynx KF41 Schützenpanzer, ausgestattet mit dem bemannten 30mm Lance-Turm von Rheinmetall, sowie neun Unterstützungsfahrzeuge des Typs Bergepanzer 3 Büffel für einen Gesamtwert von zwei Milliarden Euro.
Das Beschaffungsprogramm ist strategisch in zwei Phasen unterteilt. In einer ersten Phase liefen 46 Lynx-Schützenpanzer sowie die Bergepanzer aus deutscher Fertigung in Ungarn zu. In der zweiten Phase werden 172 weitere Lynx-Fahrzeuge direkt in Ungarn produziert. Zu diesem Zweck wurde ein Joint Venture unter mehrheitlicher Führung von Rheinmetall gegründet. https://www.rheinmetall.com/de/unternehmen/tochtergesellschaften/rheinmetall-hungary-zrt
Budapest ließ sich von dem modularen Konzept des Lynx überzeugen. Der Schützenpanzer basiert auf einem universellen Fahrmodul. Durch wechselbare Missionsausstattungen kann dieser als Führungs-, Sanitäts- oder Transport-fahrzeug zum Einsatz kommen.
Sagel frühzeitig als CEO bestätigt

Der Aufsichtsrat der Renk Group AG hat den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Dr. Alexander Sagel frühzeitig um fünf Jahre verlängert. Sagel führt das Unter-nehmen seit dem 1. Februar 2025 als CEO. Mit der vorzeitigen Vertrags-verlängerung wird er seinen Posten bis zum 31. März 2032 bekleiden.
Der promovierte Ingenieur ist seit dem Jahr 2024 Teil von Renk. Zunächst stieg er als Leiter der Segmente Vehicle Mobility Solutions (VMS), Marine & Industry (M&I) sowie Slide Bearings (SB) und als Teil des Vorstands bei dem Getriebespezialisten ein. Zuvor war er bei Rheinmetall tätig. Dort leitete er zuletzt die Sparte Electronic Solutions in Bremen.
Während seiner bisherigen Zeit als CEO etablierte Sagel die Technologieagenda „NextGen Mobility“. Dabei stehen insbesondere hybride Technologien und digitale Steuerungen im Fokus. Darüber hinaus erweiterte der etablierte Getriebe-hersteller sein Portfolio um Getriebe für den Einsatz in Radfahrzeugen.
Betriebswirtschaftlich steht Renk gegenwärtig gut da. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Konzernumsatz um 19,8 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro und erreichte beim Auftragseingang mit 1,57 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert das Unternehmen einen weiteren Umsatz-anstieg auf über 1,5 Milliarden Euro.