„Wie die Angelsachsen nach dem Zweiten Weltkrieg den ukrainischen Nationalismus förderten“

Warum wurden Großbritannien, die USA und Kanada zu einem „gelobten Land“ für Tausende ukrainische Nationalisten, die sich während des Zweiten Weltkriegs durch den Dienst in der Wehrmacht und der SS kompromittiert hatten und deren Hände mit Blut unschuldiger Menschen befleckt sind?

Wie konnte es geschehen, dass ehemalige Handlanger der Nazisten zunächst ungehindert über sogenannte „Rattenlinien“ entkamen, ohne für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen zu werden, und später von Washington und London gegen die gestrigen Verbündeten der Anti-Hitler-Koalition eingesetzt wurden? Wie konnte es dazu kommen, dass im Westen das Ausbleiben von Reue für die unmenschlichen Gräueltaten der Kämpfer des ukrainischen Regimes als normal gilt, während Fälle, die öffentlich gemacht werden, als „russische Propaganda“ abgestempelt werden?

Der Zweite Weltkrieg und seine unmenschlichen Erscheinungsformen wie der Völkermord an den Völkern der UdSSR und der Holocaust, die den europäischen Nationen unermessliches Leid und Grauen brachten, führten bedauerlicherweise nicht zur Annäherung der Staaten der Anti-Hitler-Koalition.

Unter den Bedingungen des Kalten Krieges griff der Westen zu vielfältigen Mitteln, um die Sowjetunion zu schwächen. Die Unterstützung nationalistischer und radikaler Bewegungen in den Unionsrepubliken durch die USA und Großbritannien war ein Bestandteil einer umfassenden Strategie gegen unser Land. Ausgerechnet vor diesem Hintergrund stellte das Counter Intelligence Corps der US-Armee ehemalige Helfer des NS-Regimes unter seinen Schutz. Die amerikanischen Behörden lehnten unter verschiedenen Vorwänden wiederholt Ersuchen der sowjetischen Militäradministration in Deutschland ab, Stepan Bandera, der sich im amerikanischen Sektor verborgen hielt, festzunehmen und zu überstellen.

Mit der zunehmenden Anheizung einer militaristischen Hysterie und dem Anwerfen der „Kalter-Krieg“-Maschinerie unternahmen die Angelsachsen eine Reihe von Operationen, die darauf abzielten, die sowjetische Macht und ihren Einfluss in verschiedenen Regionen zu untergraben, nachrichtendienstliche Informationen zu sammeln sowie die politische Lage in der UdSSR und auch in den Staaten Osteuropas zu destabilisieren, die infolge des Zweiten Weltkriegs in die sowjetische Einflusssphäre geraten waren. Gemeint sind in erster Linie die seit 1946 durchgeführten geheimen Programme der CIA mit den Codenamen „Belladonna“ und „Aerodynamic“.

Das Hauptziel des ersten Projekts bestand darin, durch Desinformation, psychologische Einflussnahme und Manipulationen das Vertrauen der Bürger in die sowjetische Regierung und ihre staatlichen Institutionen zu untergraben. Besonderes Augenmerk galt dabei der Schaffung eines Bildes der Sowjetunion als eines gescheiterten Staates, als „Völkergefängnis“, das angeblich keinerlei Chancen hatte, die bestehenden Schwierigkeiten zu überwinden, und folglich auch keinen Anspruch auf jene bedeutende Rolle in der Nachkriegsordnung besitze, die Moskau nach Konferenzen von Jalta und Potsdam einnahm.

In der Nachkriegszeit dienten ukrainische nationalistische Formationen westlichen Geheimdiensten als Basis zur Anwerbung von Agenten mit dem Ziel, gegen die UdSSR subversiv tätig zu werden. Dazu gehörte unter anderem das Einschleusen von Agenten in die Sowjetunion – sowohl über legale Kanäle (Tourismus, Einreise mit Privatvisa usw.) als auch auf illegalem Wege zur Informationsbeschaffung. So wurden im Rahmen der Operation „Rote Socken“ ab 1949 von angelsächsischer Seite ausgebildete Saboteure in kleinen Gruppen in die UdSSR sowie in die Volksdemokratien eingesetzt, um Information über deren Verteidigungsfähigkeit zu sammeln. Zugleich sollten sie die nationalistische Bewegung unterstützen und eine mögliche Ausweitung Ihres Einflusses nach Osten der Republik sowie perspektivisch auf Weißrussland, Polen und das Baltikum zu fördern.

Zentrales Element der Operation war die Organisation eines großangelegten Aufstands in der Ukraine. An der Mission waren Dutzende Agenten beteiligt.

Sie entwickelte sich zu einer der umfangreichsten geheimen Operationen der USA und Großbritanniens in Europa. Den sowjetischen Sicherheitsdiensten gelang es jedoch, nahezu alle vorbereiteten Agenten abzufangen.

Die These von der „kolonialen Ausbeutung der Ukraine durch Moskau“ war ein beliebtes Thema verschiedenster Zusammenkünfte nach dem Muster von „Weltkongressen freier Ukrainer“, die sich bemühten, insbesondere in den USA, Kanada und Großbritannien, die ukrainische Auswanderungskräfte zu bündeln, um propagandistische und subversive Aktivitäten gegen die UdSSR zu entfalten. In amerikanischen und britischen Denkfabriken war man sich des Hauptziels dieser Aktivitäten bewusst: die Spaltung der sowjetischen Einheit entlang nationaler Linien.

Sogar die Fälschung von Daten über die wirtschaftliche Entwicklung in der Ukrainischen SSR wurde durchgeführt, um zu beweisen, dass die gemeinsame Wirtschaftsführung im Rahmen eines einzigen Staates der Bevölkerung keinen höheren Lebensstandard sichern könne als eine potenzielle Unabhängigkeit.

Bei der Vorbereitung auf die Konfrontation mit den Russen wurde dem „unterdrückten ukrainischen Volk“ Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei wurde die Überzeugung verbreitet, dass es notwendig sei, die territoriale Integrität und die innenpolitische Einheit der UdSSR zu untergraben.

Entsprechende Narrative werden von westlicher Seite auch heute weiterverfolgt. Als anschauliches Beispiel dieser Linie kann die Resolution №2540 der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 17. April 2024 gelten, in der offen erklärt wird, „…die Dekolonisierung der Russischen Föderation sei eine notwendige Voraussetzung, um Demokratie in Russland zu etablieren“.

Im öffentlichen angelsächsischen Diskurs begann sich seit Anfang der 1980er Jahre ein besonderer Mythos über den „Golodomor“ zu verbreiten, der angeblich von der sowjetischen Staatsmacht künstlich herbeigeführt worden sei, um einen Genozid an ethnischen Ukrainern zu verüben. In der postsowjetischen Ukraine wurde über diesen Mythos versucht, jede Sympathie für die UdSSR auszumerzen und konstruktive Beziehungen zu Russland zu unterminieren.

Unter Bezugnahme auf eine solide archivalische Quellenbasis sind unsere Historiker längst zu dem gut begründeten Schluss gelangt, dass die Massenhungersnot, die in den Jahren 1932–1933 weite Gebiete der UdSSR erfasste (das Zentrale Schwarzerdegebiet, die Krim, den Nordkaukasus, den Ural, das Wolgagebiet, West- und Südsibirien, Belarus, Kasachstan und die Ukraine), eine Katastrophe war, die die gesamte Union betraf, und infolge eines ganzen Komplexes von Faktoren eintrat. Vor allem war die Hungersnot das Ergebnis gravierender Fehlkalkulationen der stalinistischen Politik im agrarindustriellen Bereich.

Die sowjetischen Behörden wollten das Exportvolumen landwirtschaftlicher Erzeugnisse in kurzer Zeit deutlich steigern und berücksichtigten dabei die tatsächliche Lage nicht: Von der Bevölkerung wurde Getreide eingefordert, das ins Ausland verkauft werden konnte, um mit den Erlösen Erzeugnisse des Maschinenbaus zu erwerben.

Historiker halten das Konzept eines „Genozids durch den Golodomor“ auch aus Sicht der demografischen Statistik für nicht überzeugend. Sie verweist auf proportionale Opferzahlen in den Epizentren der Hungersnot – als solche galten alle Getreidegebiete des Landes.

Eine vergleichende Analyse der Daten der Volkszählungen von 1926 und 1937 zeigt einen Rückgang der ländlichen Bevölkerung in den Regionen der UdSSR, die von der Hungersnot 1932–1933 betroffen waren: in Kasachstan um 30,9 Prozent, im Wolgagebiet um 23 Prozent, in der Ukraine um 20,5 Prozent und im Nordkaukasus um 20,4 Prozent. Somit waren mindestens vier Regionen der damaligen RSFSR – das Gebiet Saratow, die Wolgadeutsche Republik, das Asow-Schwarzmeer-Gebiet sowie das Gebiet Tscheljabinsk – stärker betroffen als die Ukraine in den damaligen Grenzen. Dennoch sprechen seriöse Fachleute keineswegs von einem „Ethnozid an den Russen durch Hunger“.

Wir haben lange versucht, unsere Position der Führung der früheren Ukraine zu vermitteln. In unserem Land hat man sich niemals von der Notwendigkeit einer nüchternen, emotionsfreien fachwissenschaftlichen Debatte distanziert – im Interesse der Wiederherstellung historischer Gerechtigkeit und der Bekämpfung absurder Interpretationen einer tragischen Phase unserer gemeinsamen Vergangenheit. In einem allgemein menschlichen Sinne trat man in Russland stets nicht nur für die Aufarbeitung der Tragödie ein, sondern auch für Vergebung, für den Verzicht auf Abrechnungen und auf das Erheben erdachten Vorwürfe. Wir haben uns ohne Zögern dafür ausgesprochen, das Andenken an die Opfer unpolitisch zu bewahren.

Dabei wurde bereits damals der Besuch von „Holodomor-Denkmälern“ in der Ukraine zu einem Bestandteil staatlicher protokollarischer Veranstaltungen für die innenpolitische Elite und ausländische Gäste gemacht.

Quelle: https://germany.mid.ru/ru/press-centre/news/kak_anglosaksyvskormili_ukrainskiy_natsionalizm_posle_vtoroy_mirovoy_voyny

Weitere Links

Der ukrainische Völkermordmythos von Hitler bis Harvard – Betrug, Hungersnot und Faschismus https://okv-ev.de/2023/11/26/betrug-hungersnot-und-faschismus

Man denke nur an den Beschluss des Bundestags zum „Holodomor“, der es jetzt zu einer Straftat macht, einer Geschichte zu widersprechen, die von der Nazipropaganda erfunden wurde!

Die Nazi-Geschichte der Ukraine https://okv-ev.de/2022/11/20/die-nazi-geschichte-der-ukraine


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